Linux


Linux auf einem Blatt

Nach langer motivationsloser Zeit  und einer nun - da bin ich froh - abklingenden Erkrankung kam ich doch auch mal zu einer unverhofften Ruhepause.
Es wundert mich zwar, aber der Urlaub war wohl doch nicht so erholsam, wie das flach liegen im Bett... Wie dem auch sei.

Auf www.Helmbold.de bin ich wieder auf eine Sache gestoßen, die jeder Admin (der mit Linux zu tun hat - und sei es auch "nur so") bei sich haben sollte, um es unwürdigen Praktikanten, Beratungsresistenten Azubis, Vollpfostigen MCSEs, oder sonst wem auf die Nase zu hauen.

Die Rede ist von einem netten kleinen ... "Anfänger" Dokument, das die wichtigsten Linux-Befehle auf einem Blatt zusammen trägt. Hier geht es zum Download!

Man achte auf $PATH...

Da Debian den Support für Etch am 15. Februar 2010 einstellen wird, oblag es nun dem geneigten Admin - also mir armen Würstchen - eine Migration kurz vor Weihnachten vorzunehmen.

Da ich keine Lust habe, in 2 Jahren wieder zu migireren und die Kiste ein produktiv und mit selten geänderter Konfiguration genutzter Mail- und Webserver ist, hab ich mich dazu entschlossen, auf CentOS zu migrieren. Da hab ich dann jetzt erstmal ne ganze Zeit lang Ruhe ;)

Nach 1 Stunde rumfummeln mit der apache-config (da merkt man eigentlich erstmal, dass Debian von Standardkonfiguration irgendwie so gar nichts hält ;) ) und der Erkenntnis, dass PHP 5.1 echt nicht mehr das Wahre ist, gings dann nach funktionierender Konfig ans Backup.

Unter Debian benutzte ich dafür das Tool duplicity in Kombination mit ftplicity. ftplicity schimpft sich mittlerweile duply, ist aber noch wie vor eine schöne Lösung für ein verschlüsseltes FTP-Backup.

Also fleissig Backups eingerichtet, getestet und als gut befunden. Sodann flugs einen crontab eingerichtet und sich gewundert, warum es dort nicht funktioniert. Ein Blick ins Log verrät mir ein lapidares "Output: sh: ncftpls: command not found NcFTP not found:  Please install NcFTP version 3.1.9 or later", obwohl ncftp ordentlich installiert ist und das ganze per Hand ausgelöst auch ohne Probleme funzt.

Lösung des Ganzen: In der crontab gilt eine andere $PATH Variable. ncftp liegt in der Defaultinstallation unter /usr/local/bin, und genau da zeigt die $PATH des crontabs natürlich nicht hin *grml* Wieder was gelernt...

Gnome mit Fluxbox

 Brian Merrell, seines Zeichens Novel Entwickler, kommt bezogen auf den Desktop ziemlich nahe an meinen persönlichen Geschmack. Auch er mag Fluxbox in all seiner Eleganz. Dennoch möchte er nicht unbedingt auf die netten Eigenschaften Verzichten, welche so ein Gnome-Desktop bietet.

In seinem Blog beschreibt er nun seinen Weg, Fluxbox in der Kombination mit Gnome laufen zu lassen.

Das Ergebnis lässt sich nun wirklich sehen. Ist es jetzt doch eigentlich nur ein Frage der Zeit und des guten Willens, bis auch ich mich mal daran wage wieder "rumzufrickeln".

Nvidia unter Fedora 12

Wer wie ich den Schritt gewagt hat auf Fedora 12 upzudaten (beknacktes Wort), der wird vielleicht das eine oder andere Problem haben seine Nvidia-Treiber zu installieren. Schuld daran ist Nouveau. Dieser soll eigentlich weitestgehend alles bieten was man braucht um "vernünftig" mit der Karte arbeiten zu können. Stimmt auch soweit. Leider ist das Dingen direkt so verankert, dass es eine funktionierende Installation der Kmod-nvidia, oder akmod-nvidia unterbindet. Zwar werden die Pakete installiert, nur die Funktion bleibt aus.
Wer den Wunsch hat dies zu ändern, der befolge folgende Schritte als root:

  • yum install akmod-nvidia oder yum install kmod-nvidia
  • mv /boot/initramfs-$(uname -r).img /boot/initramfs-$(uname -r)-nouveau.img
  • <i>dracut /boot/initramfs-$(uname -r).img $(uname -r)</i>
  • in der /boot/grub/menu.lst folgendes eintragen:  rdblacklist=nouveau
  • Reboot

Damit wird zum einen das gewünschte Modul installiert (auch Grafikkartentreiber genannt) und die Initial Ramdisk neu erstellt und verhindert, dass beim Start der Nouveau Treiber verwendet wird.

Schöne neue Welt sag ich da nur!
via1, via2

Gnome 3.0 visuell

Wer fleissig die Nachrichten über die Entwicklungen der diversen OpenSource-Projekte verfolgt, dem wird sicherlich nicht entgangen sein, dass kräftig an Gnome in der 3.0 Version gearbeitet wird.

Warum ist das interessant? Keine ahnung, aber der geneigte Desktopfetischist wird sicherlich voll auf seine Kosten kommen. Ich selbst finde es einfach nur spannend anzusehen, wie schnell sich so ein LInux Desktop entwickeln kann.

Nun ist es allerdings nicht sonderlich spannend changelogs zu lesen oder darauf zu warten, bis namenhafte Distributionen es in ihr Repository aufnehmen, um sich selbst ein Bild davon zu machen. Aus diesem Grund war ich auch verzückt, als ich bei digitizor.com auf visuelle Tour gestoßen bin.

Dabei sind mir hauptsächlich die folgenden Screenshots ins Auge gefallen:

Ich kann mir den Workflow noch nicht wirklich vorstellen, aber ein falscher Ansatz ist es sicherlich nicht auf einen Blick mehrere Zielmarken im Blick zu behalten.

Hierbei finde ich den Einsatz bzw. das Handling der virtuellen Desktops wirklcih nicht verkehrt. Angesichts der Tatsache, dass ich mir nicht mehr vorstellen kann ohne sie zu leben, bin ich natürlich mit dabei, wenn es neue Features in dieser Richtung gibt.

Alles in allem bin ich Gnome eher zugeneigt, wenn es um das Thema "Neuzeitmoderner Desktop" geht, als allem anderen. XFCE wäre da die einzige Alternative, ist aber zu umständlich an meine persönliche Arbeitsweise anzupassen.

Es bleibt spannend!

Via

Gentoo Linux als OpenBook

So kurz vor dem Start meiner eigenen Woche, möchte ich noch schnell ein paar Dinge los werden.

Starten wir damit, dass der Verlag Open Source Press anlässlich des 10. Jubiläums von Gentoo Linux das gleichnamige Buch von Gentoo-Entwickler Gunnar Wrobel als OpenBook bereit gibt.

Wer nun denkt es handelt sich bei dem Buch um einen alten Schinken = FALSCH! Es ist erst im Februar 2008 erschienen und damit immer noch hoch aktuell im Bezug auf Gentoo anzusehen.

Die PDF dazu gibt es hier. Via hier!

Upstart - oder wie ein Rechner schneller bootet

In den vergangenen Monaten ließt man immer häufiger etwas über die böse Bootzeit eines Rechners. Nach dem zentralisieren eines Computers in den Lebensmittelpunkt ist es nun offensichtlich ein großes Anliegen der Anwender den heimischen Großtaschenrechner wie einen PDA verwenden zu können.

Spätestens bei den ersten Modellen von Netbooks hatte man angefangen sich darüber gedanken zu machen, da die verbauten SSD Datenspeicher einfach nur grausige Durchsätze hatten.

Auch wenn es mich erhlich gesagt nicht wiklich interessiert ob ich nun 20 Sekunden oder 2 Minuten warten muss, bis ich meinen Rechenknecht unter Linux verwenden kann, so versuche ich doch zumindest Interesse bei der Umsetzung und Benutzung von Upstart zu zeigen. Damit soll die Bootzeit eines Systems drastisch verringert werden. Ubuntu macht es nach einigen externen Berichten wohl mit der neuen 9.10 Version vor.

Grade bin ich bei Heise über eine ganz nette Zusammenfassung gestoßen, welche relativ leicht verständlich ist und dem geneigten Interessenten als Unterwegslektüre angeraten sein möchte.

Für meinen Geschmack werde ich wohl immer älter weiser und hege einen immer größer werdenden drang zum K.I.S.S. Prinzip... Aber jedem das seine.

(K)ubuntu 9.10 - The Installer Strikes Back!

Alle Monate wieder beehrt uns Canonical mit einer neuen Ubuntu Variante, diesmal 9.10, oder auch Karmic Koala. Nachdem es diesmal sehr viel Vorschusslorbeeren bzgl. der Startzeit der mittlerweile doch recht bloatigen Distro gibt, wollte ich dem ganzen Mal eine Chance auf der externen Festplatte geben, entgegen meiner Aussage, dass ich Linux auf dem Desktop für mich erstmal verbannt habe. Es fing bereits wieder gut an...

Der X-Server erkannte meine Grafikkarte (eine ATI HD4850, welche nicht mehr so als Cutting Edge durchgehen würde) offensichtlich nicht richtig, und damit blieb der Bildschirm schwarz. Gut, kann passieren, wenn nur nicht der VESA-Mode wiederum ausschliesslich über 800x600 betrieben werden würde und ich mit dieser Auflösung den Paketmanager Synaptic nicht mal ansatzweise bedienen kann... Also nochmal normal gebootet, mittels STRG-Alt-F3 auf ne Konsole und dort wiederum bemerkt, dass der die Amerikanische Tastatur geladen hat *narf*.

Naja, was solls, man ist ja Kummer gewohnt. Flugs die /etc/apt/sources.list angepasst und die Universe und Multiverse Repositories freigemacht, und schnell mittels sudo apt-get update && sudo apt-get install envyng-core envy nachinstalliert. Mittels envy dann den Grafikkartentreiber nachinstalliert, und Oh Wunder! Bunte Bilder!

Eigentlich war ich schon fast wieder genervt davon, dass "linux for human beings" immer noch solche Marotten hat. Naja, wurscht, es geht ja ums Probieren, also installiert und sich darüber gewundert, dass Ubuntu als einzige von den grossen Distros keine Möglichkeit mitbringt, direkt bei der Installation eine System Encryption durchzuführen. Der geistige Vater Debian beherrscht das schon seit Etch, was ich mittlerweile ehrlich gesagt etwas peinlich finde. Ein Reboot später wusste ich, dass Tischkantenbeissen nicht gut für die Zähne ist. Schwarzer Bildschirm, da kein Treiber da! Arrrgggggh! Ich verstehe den Hype um die Distro nicht mehr, so "benutzerfreundlich" wie sich die Distro gibt, so viele Marotten hat sie nach wie vor. Jörg kann da wohl ein Lied von singen, und mich hat es erstmal wieder bekehrt. Soviel zu dem Thema.

Nachtrag: Offensichtlich bin ich wohl nicht der einzige...