Meine Güte ist es lange her, dass ich hier was geschrieben habe. Dem geneigten Leser sei mitgeteilt, dass ich nicht verschwunden bin, sondern lediglich viel mit Veränderungen beschäftigt war.
Unter anderem bin ich umgezogen und habe kurzfristig keinen Internetzugang gehabt. Gleichzeitig habe ich versucht meine Arbeitsumgebung etwas meinen aktuellen Bedürfnissen anzupassen. Dabei ist mir aufgefallen, dass ich mehr und mehr zum mobile computing tendiere.
Eigentlich hätte ich niemals wirklich einen Gedanken daran vertan ausschließlich mobil arbeiten zu wollen. Durch meine neue Wohnumgebung habe ich allerdings den Arbeitsplatz ins Schlafzimmer verbannt und griff immer mehr zum Macbook. Kurz nach dem Umzug brauchte dann auch noch mein Provider eine gewisse Bedenktzeit, bis er sich dazu entschlossen hat mir meinen Anschluss zu legen, sodass ich meinen Datentarif vom Handy nutze um die wichtigsten Dinge abwickeln zu können.
Merkwürdiger Weise stelle ich mehr und mehr fest, dass der "richtige" Internetzugang zunehmend der Bequemlichkeit dient nicht immer Bluetooth aktivieren zu müssen. Zudem hat Miro sich auch noch ein Netbook gekauft um es "eben mitnehmen zu können".
Es ist schon eine merkwürdige Sache mit dem mobilen rumcomputern. Auf der einen Sache stelle ich meist in Frage, was ich denn effektiv mobil computern möchte geschweigedenn könnte. Zum anderen stelle ich fest, dass daheim nahezu nur noch "das wichtigste" erledigt wird. Also habe ich versucht zu reframen und den Blickwinkel zu ändern. Ich stelle die Frage, was macht man denn überhaubt noch am Computer - zumindest so im allgemeinen ohne spezialfälle?
In meinem Fall beschränkt es sich hauptsächlich auch Kommunikation: Twitter, RSS, Email, IRC/IM, sowie Internetrecherche. Zwischendurch wird vielleicht auch noch ein Einkauf erledigt. Im großen und ganzen geschehen die "Spezialfälle" aber am Arbeitsplatz: virtuelle Maschinen einrichten, Konfigurationsdateien anpassen, Updates sortieren und Bits durch die Leiterbahnen schieben.
Wenn ich nun ein paar Jahre zurück schaue bekomme ich ein merkwürdiges Gefühl, dass es da noch anders war. Anders in sofern, dass der Eindruck entsteht damals _mehr_ mit dem Computer _getan_ zu haben. Sicherlich subjektiv, da damals auch die Aufgabenfelder anders waren. Aber dennoch hatte der "Arbeitsplatz" eher seine Berechtigung. Heute hingegen dient der Rechner nahezu ausschließlich als Speicherquelle für MP3s, Bilder, PDF und geschrieben Präsentationen oder ähnliches. Die meiste Zeit verbringe ich im Internet ohne wirklich Kapazität oder Rechenleistung zu verbrauchen. Ausnahmen bestätigen hier die Regel.
Somit muss ich für mich feststellen, dass das Heimnetzwerk leidiglich nur noch eine obligatorische Einrichtung für mich als Bitverseuchten darstellt und Backups zu fahren oder eine Testmaschine anzuschmeißen. Mein Tun passiert überall. Der Laptop ist allgegenwärtig und der Griff danach eingeübt und selbstverständlich. Wenn nun noch die Datenhaltung entsprechend konsolidiert wird reichen zwei Laptops für alles was ich mir vorstellen kann. Mehr noch, irgendwie überkommt mich dabei ein Gefühl der Zufriedenheit, denn ich weiß, dass ich die Systeme für Unterscheidliche Aufgaben sogar mit aufs Klo nehmen kann der mich im Garten der Symbiose zwischen Arbeiten und Vergnügen hingeben kann. Ganz wie ich Lust habe.
Stellt sich mir nun die Frage wie es andere EDVler, Geeks und mobile IT-Künstler es so handhaben und die Entwicklung einschätzen. Danach muss ich wohl erst einmal Googlen... Aber erst, wenn ich wieder im Zug nach Hause sitze!
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