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Von Tauss und anderen Machern

Soeben lese ich bei meinem Morgenkaffee die üblichen Verdächtigen der Informationsszene durch. Dabei stoße ich auf einen Artikel zu Herrn Tauss und seiner Verfassungsbeschwerde gegen das Netzsperren-Gesetz.

Nun denke ich, dass die Diskussion dazu schon ausführlich besprochen, durchgekaut, ausgespruckt und wiedergekaut wurde. Deshalb möchte ich nun nicht sonderlich über meinen Ärger, meine Wut und all das, was mir Magenschmerzen bereitet schreiben. Vielmehr ist mir der Gedanken in jüngster Vergangenheit gekommen, dass in der Vergangenheit immer weniger "Macher" im Tageslicht zu sehen waren.

<Frust-an>

Schaue ich auf mich selbst, so muss ich mir eingestehen in den vergangenen Jahren immer mehr zum Theoretiker verkommen zu sein. Ja, ich bilde mir eine Meinung. Diese wird auch diskutiert, vielleicht sogar propagiert. Ich schreibe darüber und versuche Aufklärung zu den unterschiedlichsten Bereichen und Themen zu erwirken.

Es stellte sich immer häufiger die Frage, ob es "gut" ist, sich und seine Meinung so in die Welt zu posaunen. Vermehrt musste ich bei mir feststellen, dass zwar die eigene Meinung und sogar der Wille zur Veränderung vorhanden war. Gleichzeitig es jedoch an der Motivation zum Handeln fehlte.

Warum schreibe ich darüber? Ganz einfach: Ich habe es für mich immer damit erklärt, dass ich es mir zumeist erwachsenen Menschen zu tun habe. Menschen, welche über Bildung und Zugang zu Informationen verfügen. Menschen, welche das Recht besitzen sich selbst ein Bild zu verschaffen. Menschen, von denen ich annehmen wollte, dass sie ein ganz kleines bisschen Verstand und Blick für die Welt um sie herum besitzen.

Warum sollte ich also ein Verhalten an den Tag legen, dass einer Belehrung oder einem ungefragten (und vielleicht ungewollten) Überzeugungsversuch gleich kommt? Leben und leben lassen, wie ich immer sage. Eine Antwort kann ich bis heute nicht liefern. Wohl jedoch ein Erklärungsversuch:

Es ist nicht so. Ja, die meisten Menschen sind erwachsen (oder halten sich dafür). Ja, die Menschen haben Zugang zu Informationen und besitzen zumeist auch die grundlegende Bildung diese zu verarbeiten. Und sicherlich haben sie auch das Recht sich selbst ein Bild von all dem zu machen, was in der Welt passiert. Aber nein, immer häufiger muss ich feststellen, dass der angenommene Verstand und Blick für die Welt um sie herum offensichtlich fehlt.

Es ist eine grundsätzliche Frustration vorhanden, welche sich oft am Geld und was damit gemacht manifestieren lässt. Warum genau das liebe Geld so oft über den Grad der eigenen Befindlichkeit wiederspiegelt vermag ich nicht zu sagen. Grundsätzlich bekomme ich aber immer mehr das Gefühl, dass fast alles gemacht werden kann, solange man ihnen genug Geld da lässt.

Immer weniger sehen die "wahren Werte". Geschweige denn hinterfragen das gesprochene Wort (zumindest politisch). Mal ehrlich: Wie oft hört man Gejammer über das, was einem Menschen wiederfährt. Und gleichzeitig: Wie oft erlebt man eine Gegenreaktion?

Ich bin mir sicher, dass mein Text von den meisten als übertrieben, überflüssig und vielleicht sogar vollkommen daneben angesehen wird. Was nichts an der Tatsache ändert, dass die im Artikel aufgeführte Haltung zu Gegenwähr aus meiner Sicht mal zu Überdenken ist. Sicherlich gibt es Aktivisten. Natürlich tut jeder etwas nach seinem ermessen. Oft jedoch stelle ich auch bei mir fest, dass Bequemlichkeit ein entscheidener Faktor gegenüber der Durchführung von Taten ist. Das ist etwas, worüber ich nachgedacht und beschlossen habe es zu ändern. Es geht ja nicht allein um Politik, sondern auch allgemein die Position eines jeden selbst.

</Frust-Ende>

In diesem Zusammenhang:

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