Wow, da schaue ich auf den Kalender und muss feststellen, dass bereits der siebte Tag meines Nichtrauchertums angebrochen ist. Zudem ist auch noch Sonntag. Ein für mich sehr ritueller Tag. Immerhin symbolisiert er für mich Entspannung, Regeneration und das Ende der aktuellen Woche. Blöd eigentlich, dass ich im Vorfeld versucht hatte mir anzugewöhnen Sonntags auch sehr rituell zu frühstücken und so den Tag zu würdigen. Was genau kommt in der Regel nach einem dicken und herzhaften Mahl (und sei es nur ein Frühstück)? Genau: eine Zigarette! Schade nur, dass ich es sein lassen möchte. Dementsprechend "schmeckte" mir auch das Frühstück!
Jedoch lässt man sich ja nicht unterkriegen. Ich mich nicht ... aber mein Passagier ebenso wenig. An meinem offiziellen Wochenende zeigte er sich sogar noch mächtig gesprächig im Vergleich zu den letzten Tagen. Kein Wunder, das ich nicht abgeneigt war, als sich Ablenkung anbot.
Zusammen mit einer Freundin, meiner selbigen und zwei ca. 1m Zwergen sind wir in den Zoo gegangen. Das hat mir zumindest ein interessantes und sehenswertes Geschehnis versprochen. Zudem ist es auch nicht unbedingt langweilig, wenn man zwei Kinder um die drei Jahre dabei hat. Aber nicht so hier. Zwar hatten wir alle viel zu gucken, zu laufen, zu meckern und derart Ablenkung. Jedoch musste sich mein Passagier in den letzten Tagen in irgendeinem Kurs eingeschrieben haben, welcher ihn zum Opernsänger ausbilden soll. Jedenfalls halten mir seine Aussagen, wünsche und Forderungen lange nach. Eben wie der Tinitus bei einer Oper in erster Reihe. Gegen Abend dachte ich sogar ernsthaft an eine Friedenskippe. Mangels Beustoffen konnte ich diese jedoch nur imaginär anbieten.
Naja. Jeder Tag an dem ich nicht rauche ist wohl in erster Linie ein guter. Aber ich befürchte, dass es bald wieder "notwendig" wird, meinem Körper ein wenig Nachschub zu geben. Trotz alle dem, habe ich mittlerweile ein immer fester werdendes Gefühl der Sicherheit, dass diese "hörn-wa-ma-uf-zu-rauchen" Geschichte irgendwie von Erfolg gekrönt sein wird. Sein wir mal ehrlich: Ich bin wirklich davon überzeugt, dass es möglich ist auf Basis von Genuss zu rauchen. Ebenso, wie man sich Wein oder Whisk(e)y zum Genuss hinter die Binde kippt. Es ist halt alles eine Sache der Organisation und Disziplin. Letzteres auszubauen, scheint mir in jedem Fall nicht falsch zu sein...
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