Mit dem Rauchen aufhören - Tag 6


Joerg - Posted on 05 April 2009

Da schaue ich auf den Kalender und muss zu meinem Erschüttern feststellen, dass bisher lediglich 5,5 Tage ohne (naja, fast) mein (immer noch) geliebtes Rauchen vergangen sind. knapp 13 Jahre habe ich nun durchgehend (ok, mit genau zwei Unterbrechungen) geraucht. Diese Zeit ist an mir vorbei gegangen wie nichts gutes und jetzt ziehen sich die Stunden zwischendurch wie Autoreifen und ich fange an mit meinem Begleiter zu diskutieren, dass sechs Tage nocht nicht bedeuten, dass man Nichtraucher ist.

Jaha, mein Passagier nervt gewaltig. Wunderlich eigentlich, wenn ich mir die letzten Tage so anschaue. Nicht, dass es nicht weniger geworden wäre. Aber dennoch nervt es irgendwie. Es kam mir sogar wieder der Gadanke, dass ich es wie am dritten Tag machen sollte. Also einfach mal eine Rauchen um mir selbst mal was zu gönnen. Sicherlich ist das auch nur eine Auswirkung der Sucht. Aber einer mächtig verführerische. Zudem fühle ich mich im Vorfeld schon so Stark, dass ich mir (fast) gar keine Gedanken darüber mache, dass ich es nicht schaffen würde es gänzlich sein zu lassen. Ich würde es einfach nur ein wenig nach hinten verschieben. Quasi als "Kompromiss".

Man, man, man... Aber der Tag war schnell vorbei (allerdings erst im nachhinein), sodass ich entgegnen konnte: "Ein anderes mal bestimmt!". Es wird mich Sicherheit so kommen, dass ich zwischendurch wieder rauche. Ich wüsste auch ehrlich gesagt nichts, was dagegen sprechen würde. Immerhin sehe ich Rauchen ähnlich wie Alkohol. Es ist ein Genussmittel. Was ich jetzt aber schaffen möchte (und dazu reicht sicherlich keine Woche, oder zwei) ist, dass es wirklich wieder zu einem Genuss wird.

Jetzt heißt es erst einmal einfach Abwarten. Vielleicht werde ich in ein/zwei Tagen noch mal eine kippe anzünden um die "körperlichen" Auswirkungen ein wenig angenehmer zu gestallten. Zwingend notwendig wird das mit Sicherheit nicht sein. Aber alles was einen nicht umbringt macht einen härter. Und wenn ich es dennoch schaffen sollte dem Passagier zu zeigen wo der Fuchs die Farbe hat, dann denke ich, wird es ein weitaus größerer Erfolg werden (die Sucht hat gesprochen, man hab ich jetzt schmacht - gehe nun Bonbons essen).

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