Hier ist ja seit langem etwas Funkstille und diesbezüglich sind wir einige Sachen im Hintergrund am klären. Ich denke, hier wird sich in einiger Zeit noch ein bissl was tun.
Ich bin jetzt Kunde bei 1&1 und hab im Rahmen dessen einen neuen Router bekommen - für VDSL und VoIP tuts mein alter Router leider mal so gar nicht mehr. Macht nix. nen Linksys kann man immer wieder mal gebrauchen ;)
Nun also stolzer Besitzer einer Fritzbox 7390, Details dazu gibt's hier. Schniekes Teil, auch ordentlich ausgestattet: 1x S0 für ISDN, 2 Analoge TAE Anschlüsse, 2 USB Ports, integrierter GBit-Switch, Wireless N mit 300 MBit. Alles, was das Herz begehrt.
Aber schon beim Einrichten eines alternativen Nameservers haperts: In der Stockfirmware von AVM lässt sich kein anderer Nameserver eintragen. Portforwarding für mehrere Protokolle? Fehlanzeige. Bequemes einstellen von QoS? Ebenfalls nicht drin. VPN? Nur das lausige von AVM. Das integrierte NAS von AVM beherrscht auch nur FAT und NTFS, der DHCP Server lässt auch nur die Einstellung des IP-Bereichs zu... Ich erspar mir an der Stelle die Frage, warum die Router von AVM immer mehr einem Dummygerät gleichen - das Teil ist von der Hardware mehr als massig ausgestattet und lässt mich von den potenziellen Fähigkeiten, die das Teil im Vergleich zu einem guten alten Linksys WRT54GL hat, nur träumen... Ich wusste allerdings schon, dass das Teil einen Linux-Unterbau besitzt, also begab ich mich auf die Suche nach einer alternativen Firmware.
Womit wir zu Freetz kommen. Freetz bringt all das mit, was mir fehlt, und braucht den Vergleich mit OpenWRT nicht scheuen. Leider ist es nicht mal ansatzweise so simpel, Freetz zum Laufen zu bewegen: Aus Lizenzrechtlichen Gründen darf Freetz nur im Quellcode ausgeliefert werden, was eine Buildumgebung inklusive Kompilieren der Firmware erforderlich macht - Freetz nutzt als Basis die Offizielle AVM-Firmware. Glücklicherweise wird auf der Site ein VMware-Image mit einem bereits fertig zu diesem Zweck eingerichtetem Ubuntu bereitgestellt - und das Howto liefert dann auch schnell brauchbare Ergebnisse. Einzig die Tatsache, dass die Paketauswahl auf der Firmware statisch bleibt und nachträglich nach der Installation auf der Box nicht geändert werden kann, ärgert mich ein wenig - da war OpenWRT wesentlich flexibler.
Gesagt, getan - Freetz aufgespielt und rumgefummelt, nun läuft alles nach meinen Wünschen. Werd mich damit noch ein wenig eingehender befassen müssen, aber sieht bisher sehr vielversprechend aus. Ich hoffe dennoch, dass OpenWRT bald dafür portiert wird.
Womit ich zum nächsten Problem komme. Das Teil hat Gigabit-LAN, deshalb wunderte es mich sehr stark, dass mein Rechner dann doch starrsinnig behauptete, mit 100MBit angeschlossen zu sein. Hatte erst die Verkabelung im Verdacht, bis ich per Google mal darauf hingewiesen wurde, dass standardmässig nur der erste LAN Port GBit aktiv geschaltet ist und die restlichen Ports wegen Eco auf 100MBit gedrosselt sind - was in dem Fall GBit LAN im besten Falle sinnfrei macht. Wer auf den Scheiss gekommen ist, möcht ich gern mal wissen...
Unter "System" --> "Energiemonitor" --> "Einstellungen" lässt sich das ganze wieder umstellen, siehe auch Screenshot:

Summa summarum läuft jetzt netzwerktechnisch erstmal alles rund. Und nebenbei erwähnt: VDSL ist Porno ;)
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Hallo, ich habe ebenfalls vor
Hallo,
ich habe ebenfalls vor ein Freetz Image aufzuspielen. Mir geht es dabei Hauptsächlich um die OpenVPN angelegenheit.
1) Welches Freetz Image hast du genommen? Denn offiziel wird die 7390 noch nicht unterstützt (oder hab ich ein Update verpasst)
2) Ich habe meine Fritzbox bereits schon so eingerichtet, dass alles so läuft wie es soll. Kann ich davon ein Backup ziehen und es danach in Freetz wieder einspielen?
3) Funktionieren die FritzBox Anwendungen (Android FritzFon App, Fritz!Fax für Windows) sowie Hardware (Fritz!Fon MD-T) wie gewohnt? Denn nur weil das Image darauf aufbaut, heißt es noch lange nicht, dass alles weiterhin problemlos unterstützt wird.
Grüße,
Franz
Zu 1: Ich hab das Trunk Image
Zu 1: Ich hab das Trunk Image genommen, da wie gesagt offiziell das 7390 (noch) nicht unterstützt wird. Habe aber keine Probleme gehabt, hab das ganze mit Support für OpenVPN, Samba und vsftpd kompiliert. Musst beim kompilieren aber darauf achten, die SSL Bibliotheken statisch damit reinzukompilieren, da die SSL Bibliotheken von AVM und die OpenSSL Bibliotheken sich beissen.
Zu 2: Die Box übernimmt die Einstellungen beim Flashen, es wird nicht auf Default gesetzt. Du kannst aber dennoch ein altes Backup jederzeit einspielen.
Zu 3: Auf der Site des Projekts (finde es grad nicht auf die schnelle) steht ein Statement, dass die Features von AVM ohne Störung funktionieren sollten, allerdings kann keine Gewähr übernommen werden. Ich benutze diese Features nicht und kann diesbezüglich keine Auskunft geben, Freetz kann aber rückstandslos entfernt werden.