Das ist eine Geschichte aus der Reihe "self0wned im grossen Stil".
Bekannte von mir hat sich vor geraumer Zeit den ersten Rechner gekauft. Eigentlich nettes Teilchen (Athlon X2 mit 2.6 GHz, 2GB RAM, 400GB Platte). Mit nem kleinem Manko: Vista. Das Ding lahmte massiv und war mit Spy- und Scareware verseucht, also erbarmte ich mich wider besseren Wissens.
Erstmal eins vorweg; wer sich die Unsitte hat einfallen lassen, bei einem Fertigrechner keine CDs/DVDs beizulegen, sondern nur die Möglichkeit schafft, eine Recovery- und Treiber-CD direkt aus dem OS zu erzeugen, gehört erschlagen. Hört ihr: ERSCHLAGEN!!!einseinself
Also frisch ans Werk. DVDs gebrannt, System recovered. Aufgrund des Alters nichtmal SP1 druff. Also nachgeholt.
Mal im Ernst, ich hab noch NIE solange gebraucht, um einen Rechner frisch zu machen. SP1 brauchte geschlagene 90 Minuten (!), bis das installiert war, gefolgt von SP2, welches nochmal fast 40 Minuten in Anspruch nahm. Jungs, das ist doch nicht euer Ernst?!?! Auch sind die SPs nicht kumulativ, sprich erst SP1, dann SP2...
2 Stunden später ging es dann halt mit den restlichen Updates weiter. Unter anderem der Internet Explorer 8, welcher auch eine nette Überraschung brachte; der IE8 war frisch installiert und die Kiste neu gestartet, und auf einmal wurden sämtliche Ordner im Explorer nicht mehr im selben Fenster dargestellt. Sprich, für jeden Ordner den ich betrat, öffnete sich ein neues Fenster. Und das Verhalten liess sich trotz eingeschaltetem Switch nicht ändern. ARGH!
Problem hängt mit dem IE8 zusammen, ein beherztes regsvr32 actxprxy.dll in einer Admin-Kommandozeile schafft da Abhilfe.
Wenn ich da so Heise- oder Golem-Trolle lese, die mir da einen runterbeten wollen, wie frickelig Linux ist und auf Vista schwören: Habt ihr eigentlich nen Dachschaden? Alleine während das Updates hätte ich ein Ubuntu / Debian / Fedora / [insert desktop linux here] installiert, aktualisiert und konfiguriert. Und zwar ohne so eine umständliche Hampelei.
Meine Lehre daraus: Rechner mit Windows Vista werde ich definitiv nicht mehr anpacken. Dafür ist mir mein Nervenkostüm und meine Zeit zu schade.
Trackback URL for this post:
- Blog von Christian
- Anmelden um Kommentare zu schreiben


Mein aufrichtiges und herzliches Beileid, Christian!
Ich erinnere mich bei dem pösen Buzzword Vista noch an DEN Satz eines ehemaligen Chefs meiner einer. Ich fragte ihn, warum wir auf den Arbeitsplätzen größenteils (Gott sei Dank) XP und auf einigen wenigen Vista einsetzen. Seine Antwort hat sich seitdem für immer in mein Hirn gebrannt.
"Vista ist doch das nächste Betriebssystem von Microsoft, da kommt man auf kurz oder lang eh nicht dran vorbei."
Naja, das einzige, was bei Microsoft offensichtlich immer funktioniert, ist das Marketing. Schade eigentlich, dass das Microsoft'sche Marketing nicht auch mal mit einem Bluescreen abstürzen kann.
p.s.: Der gleiche Chef hat mal in einem Anflug geistiger Umnachtung auf einem Produktivsystem ganz souverän ein "chmod -R 777 /" abgesetzt. Danke "history", Du warst mir im Kampf gegen die selbsternannten *nix-Experten schon oft ein treuer Freund auf der Shell.
p.p.s.: Warum meinen Chefs ohne *nix-Kenntnisse eigentlich root-Zugang haben zu müssen. Und wozu gibt es eigentlich Admins???