Die Stuttgarter Zeitung hat ein sehr lesenswertes Resümee über die Entwicklung im Fall Tauss online gestellt.
Und das ist soweit ich weiss der erste Artikel der auf Hetze Qualitätsjournalismus gerichteten Medien, die die Affäre Tauss ganz nüchtern und sachlich betrachtet.
Insbesonders folgende Sätze:
[...] Das Spiel über Bande, treffsicher vorgetragen von Justiz, Politik und einschlägigen Medien, ließ leicht vergessen, was der Staatsanwalt eigentlich in der Hand hat: das Gesetz, das allen, auch Bundestagsabgeordneten, den Erwerb, den Besitz und die Verbreitung von Kinderpornografie verbietet, und wenig gefundenes Material bei Tauss, wie Oberstaatsanwalt Rüdiger Rehring einräumt. Die sichergestellte Menge bei Pädophilen sei "normalerweise größer", bestätigt er. Normal sind Tausende von Dateien, weil sie wie Süchtige sind, die immer mehr brauchen. [...]
[...] Tauss' Anwalt Jan Mönikes (Ludwigsburg) vermag hinter dem Hin und Her zwei Gründe zu erkennen: eine "sehr dünne" Beweislage und die Absicht, das Thema wabernd im Wahlkampf zu halten. [...] Aufgezählt sind 356 briefmarkengroße Bilder auf dem Handy, mehrere Videodateien, SMS-Kontakte zu Personen der Szene, Bargeldzahlungen in Höhe von 200 bis 300 Euro sowie ein Koffer, in dem Pornoliteratur, Videos und Sexutensilien lagerten. Sie erweckten den Anschein, so die Fahnder, dass sich Tauss in der homosexuellen Szene bewegte. Auch die Bücher "Spartacus International Gay Guide" von 2004 und 2007 untermauerten dies. [...]
Hab schon oft genug was hierzu gesagt, und offensichtlich bin ich da wohl nicht der einzige.
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