Verfasst von Christian am 23. Oktober 2009 - 13:04
Ei ei ei, das kann ja was geben...
Nachdem Schäuble sich praktisch sämtliche Sympathien verspielt hat - siehe BKA-Gesetz, Vorratsdatenspeicherung - soll es nun der wesentlich jüngere - und beliebtere - Karl-Theodor zu Guttenberg richten; zumindest laut Aussage der dpa, was dementsprechend alles nur sehr spekulativ ist.
Was man von so einem Tandem zu erwarten hätte? Man weiss es nicht. Meiner Meinung nach gehört Schäuble in den Ruhestand, er hat als Innenminister nicht wirklich viel Ahnung von dem von ihm angesprochenen und sanktionierten Themen bewiesen, und als Finanzminister könnte man ihm das nicht vorwerfen; seine Promotionsarbeit lautet auf den Titel "Die berufsrechtliche Stellung der Wirtschaftsprüfer in Wirtschaftsprüfungsgesellschaften". Fände nur sehr interessant, mit welchen Begründungen er dann wiederum andere, für die unteren 70 Mio schlechtere Steuerbedingungen rechtfertigt. Ich warte ja nur auf 22% MwSt zur Stärkung gegen Terroristen. </ironie> In Kombination mit der wirtschaftsliberalen FDP stehen uns sehr asoziale 4 Jahre bevor, wenn ein Hardliner wie Schäuble Finanzminister werden sollte.
Guttenberg ist mir wiederum persönlich alleine schon extrem unympathisch. Ein typisch geleckter CDUler. In dem Fall aber eher CSUler, wobei ich nicht weiss, was schlimmer in dem Fall ist.
Ein paar Zitate gefällig?
"Das macht mich schon sehr betroffen, wenn pauschal der Eindruck entstehen sollte, dass es Menschen gibt, die sich gegen die Sperrung von kinderpornografischen Inhalten sträuben. Das ist nun wirklich einer der wichtigsten Vorhaben in vielerlei Hinsicht."
Besonders geil aber auch:
Es „kann nicht Aufgabe des Steuerzahlers sein, unter allen Umständen angeschlagene Firmen zu retten“, in Bezug auf Arcandor in Essen, bzw Opel in Bochum/Rüsselsheim. Am 19.06. gabs von Bayern (Regierung CSU, der auch Guttenberg angehört) wiederum eine Stütze für das (mittlerweile dann doch kaputte) Quelle-Versandhaus im bayrischen Fürth, siehe auch hier. Jaaahaaaaa, wenn der potentielle Wähler arbeitslos werden könnte, dann ist es wohl doch Aufgabe des Steuerzahlers *kopfschüttel*.
Man könnte Schwarz sehen, die Regierung ist es bereits.
Via Heise, rp-online